CatFeeder Update 2: Bau des Futterbehälters

Der wichtigste Teil bei einem Fütterungsautomaten ist wohl der Futterbehälter selbst. Dieser stelle mich auch vor die größten Probleme. Musste ich doch in einer recht flachen Form möglichst viel Futter sowie die Mechanik zur Ausgabe unterbringen und dennoch genug Platz für die Elektrik und andere Bauteile über behalten. Meine Suche nach passenden Behältern und unterschiedlichen Mechaniken stellte sich nach kurzer Zeit als aussichtslos heraus und hielt für mich fest, dass ich wohl selber einen Behälter bauen muss.

Zur Ausgabe des Futters wurde ein Cerealienspender genommen. Das sollte ja auch für Katzenfutter funktionieren. Jan hat dies in seinem Projekt bereits genutzt und ist sehr zufrieden damit. Von Ihm habe ich auch ein paar andere Ideen einfließen lassen. Den Behälter selbst fertigte ich aus einem mit weißem Lack beschichteten Regalboden, welches ich aus dem Baumarkt geholt habe.

Der fertige Behälter hat ein Fassungsvermögen von etwa 4,2 Liter. Zum Vergleich, der Dispenser fasst etwa 1.1 Liter. Das sollte für ein paar Tage genügen.

Dispenser, Bodenplatte und Auslass vorbereiten

Damit ich den zur Verfügung stehenden Platz korrekt berechnen konnte, um diesen bestmöglich auszunutzen, musste der Dispenser erst mal so weit wie möglich gekürzt werden. Hierfür schnitt ich den diesen etwa 0,5cm unter der Kante der Lamellen ab, damit diese weitmöglich in den Behälter reichen. Die Bodenplatte des Behälters habe ich vorher ausgemessen und mit einem Kreisschneider ein Loch, etwas kleiner als der Dispenser, geschnitten. Ebenfalls mit dem Dremel wurde dort eine etwa 1cm tiefe Nut gefräst, damit die Mechanik möglichst weit im Holz versenkt wird und somit weniger Platz belegt und später einen stabileren Sitz hat.

Danach konnte ich die Position des Auslasses im Hocker bestimmen. Die recht dünnen Lamellen könnte man nicht gut sägen ohne das die Gefahr bestand diese zu zerbrechen, weswegen das Loch dort gefräst wurde. Das Loch in der Acrylplatte ist etwas größer, damit das KG Rohr möglichst tief sitzt und nicht unnötig Platz in der Höhe verschwendet. Das 5er KG Rohr passt übrigens nahezu perfekt auf den Dispenser. Als wäre es dafür gemacht. Weitere Anpassungen waren nicht nötig.

Bau des Behälters

Nachdem ich alles soweit vorbereite hatte, konnten die genauen Maße berechnet werden. Der Zusammenbau danach war dann eigentlich der einfachste Teil. Die Seitenwände dienen gleichzeitig als Stütze für den Behälter. Hierauf ruht später das Gewicht, wenn dieser gefüllt ist. Eine kleine Unterkonstruktion dient dem Motor später, wodurch dieser auch geschützt steht.

Im Inneren des Behälters wurden zwei Schrägen angebracht, damit das Futter möglichst weit zum Auslass fließt. Ohne diese würde das meiste Futter einfach im Behälter liegen bleiben.

Folienbeschichtung und Abdichtung

Aus Angst das Restfeuchtigkeit aus dem Futter in das Holz zieht, oder sogar anfängt zu schimmeln, habe ich die Konstruktion nach der Fertigstellung noch einmal komplett zerlegt und alle innenliegenden Flächen mit einer lackweißen Folie beschichtet. Diese schützt nicht nur das Holz sondern lässt sich auch in Zukunft leicht reinigen und sauber halten. Ein weiter Vorteil ist, dass die weiche Schicht kleinere Spalte verschließt. Die Folie gibt es für ein paar Euro im Baumarkt.

Alle Kanten im Inneren wurden danach zusätzlich noch mit Heißkleber versiegelt, damit dieser wirklich komplett dicht ist. Den Kleber habe ich mit einer heißen Spitze dann noch glatt gestrichen.

Dispenser & Motor befestigen

Als letztes musste noch der Mechanische Teil an seinen Platz. Der Dispenser wurde einfach mit Heißkleber befestigt. Dieser ist etwas flexibel und sollte vollkommen ausreichen. Falls es später Probleme geben sollte kann ich auch noch Schrauben zur Hilfe nehmen, da dieser ja einen Teil in die Bodenplatte ragt.

Aus einem einfachen Winkeln aus dem Baumarkt habe ich eine Halterung gefertigt, die den Motor auf der richtigen Höhe hält. Der Motor wurde über eine Wellenkupplung (5mm auf 8mm) mit dem Dispenser verbunden. In diese habe ich auf der Seite des Dispensers noch ein Gewinde für eine Madenschraube geschnitten, da die Welle etwas kleiner war und somit wirklich alles hält. Dazu habe ich noch einen Stecker angelötet, damit ich die gesamte Konstruktion später schnell zur Reinigung oder Wartung entfernen kann.

Als letztes wurden dann noch Scharniere, ein Magnetverschluss und eine selbstklebende Türdichtung angebracht. Einen übrigen Magnetverschluss habe ich als Griff montiert, damit man den Deckel leichter öffnen kann. Fertig!

Share:

Einen Kommentar verfassen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht, sie dient nur der Identifikation! Für die Profilbilder wird Gravatar verwendet und reCAPTCHA, um Spam zu vermeiden.

Kommentare 0

Es sind noch keine Kommentare für diesen Beitrag vorhanden.